Förderung einer Stelle im Brücke-Museum

Die Zukunft der Ferdinand-Möller-Stiftung liegt insbesondere auch in der Förderung der weiteren Erforschung der Brücke-Künstler. Zwischen dem Gründungsdirektoren des Brücke-Museums, Leopold Reidemeister (1900–1987) und Ferdinand Möller bestand eine jahrelange Freundschaft, die später durch das Brücke-Museum und die Familie Möllers fortgesetzt wurde. So kann die Ferdinand-Möller-Stiftung auf eine fruchtbare Vergangenheit mit dem Brücke-Museum zurückblicken. Ab 2020 fördert die Ferdinand-Möller-Stiftung die Stelle einer Sammlungskuratorin im Brücke Museum.

Stellenbeschreibung:

Ein maßgeblicher Schwerpunkt der Museumsarbeit liegt auf der Erforschung und Pflege der eigenen Sammlung. Für die wissenschaftliche Aufarbeitung der Bestände benötigte das Brücke-Museum dringend einen Sammlungskuratoren. Als nachgeordnete Einrichtung der Berliner Kulturverwaltung ist diese wichtige Position zwar beantragt, aber im Stellenplan des Museums noch nicht verankert. Durch die Förderung der Ferdinand-Möller-Stiftung erhielt das Museum ab August 2020 mit der Kunsthistorikerin und Kuratorin Elena Schroll eine Mitarbeiterin, um dieser Leerstelle vorläufig zu begegnen. Die Unterstützung ist auf vier Jahre angelegt.

Das Brücke-Museum verwahrt einen renommierten Bestand an Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen, Druckgrafiken, Skulpturen und kunsthandwerklichen Arbeiten der expressionistischen Künstlergruppe. Die Sammlung gewährt intensive Einblicke in die gesamte Schaffenszeit der beteiligten Künstler – auch über das Ende ihrer Brücke-Zeit hinaus. Das Museum möchte durch ein aktives und gesellschaftlich relevantes Programm neue Perspektiven auf den deutschen Expressionismus in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Neben der wissenschaftlichen Betreuung der musealen Bestände und dem Aufbau eines Archivs zählt die Konzeption und Realisation von Publikationen, besonders der Brücke Archiv Hefte, sowie von Wechselausstellungen zu den Aufgabenbereichen der neuen Sammlungskuratorin. Sie überwacht und organisiert auch die Bereiche Provenienzforschung, Restaurierung und Leihverkehr.

Derzeit arbeitet Schroll an einer internationalen Forschungs- und Ausstellungskooperation, die sich mit dem Thema Expressionismus und Kolonialismus befasst. Nach den Ausstellungsorten Kopenhagen (Statens Museum for Kunst) und Amsterdam (Stedelijk Museum), wird das Projekt im Herbst 2021 im Brücke-Museum zu sehen sein.