Das Haus Möller entstand 1937/38 nach Plänen des Architekten Hans Scharoun für Ferdinand Möller und seine Frau. Das Grundstück bot mit seiner Hanglage und dem weiten Blick über den Zermützelsee besondere Voraussetzungen, zugleich musste Scharoun seinen Entwurf mehrfach an die baupolizeilichen Vorgaben der Zeit anpassen. Aus diesen Bedingungen entwickelte er ein Wohn- und Atelierhaus, das sich bewusst von einer streng axialen oder symmetrischen Architektur löst und stattdessen auf die Topografie, die Landschaft und die individuellen Bedürfnisse seiner Bewohner reagiert.
Charakteristisch ist die enge Verbindung von Haus und Umgebung. Das Gebäude öffnet sich mit großen Fensterflächen und der Terrasse zum See hin, während sich die Fassade deutlich geschlossener zeigt. Der Baukörper folgt der Bewegung des Geländes; Innen- und Außenräume greifen ineinander und machen die Landschaft zu einem wesentlichen Bestandteil der Architektur.
Die Gestaltung des Gartens übernahm der Gartenarchitekt Hermann Mattern, dessen Planung das Zusammenspiel von Architektur und Landschaft zusätzlich unterstreicht.